Beiträge der Fachschaften zur innerschulischen Leitbilddiskussion

 

Beitrag der Fachschaften Deutsch, Geschichte, Gemeinschaftskunde und Erdkunde

zur innerschulischen Leitbilddiskussion

  1. Der Unterricht in den Fächern Deutsch, Geschichte, Gemeinschaftskunde und Erdkunde strebt die Ausbildung der mündlichen und schriftlichen Sprachkompetenz an. Die Schülerinnen und Schüler sollen angeleitet werden, sich ihrer Muttersprache angemessen und korrekt zu bedienen und ein entsprechendes Sprachgefühl zu entwickeln.
  2. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei die Kompetenz des sinnerfassenden Lesens, das die Voraussetzung für jede Art der Auseinandersetzung mit schriftlichen Texten bildet.
  3. Der Unterricht in diesen Fächern legt die Grundlagen für die Ausbildung der methodischen Kompetenzen des intellektuellen Arbeitens.
  4. Die Themen dieser Fächer führen ein in die Ausprägungen menschlicher Grunderfahrungen in Vergangenheit und Gegenwart.
  5. Der Unterricht in diesen Fächern hat einen wesentlichen Anteil
    • an der Vermittlung kulturgeschichtlichen Grundwissens
    • an der Befähigung zur Teilnahme am kulturellen und gesellschaftlichen Leben
    • an der Schulung der affektiven und kreativen Kräfte der Jugendlichen.

    1. Einen maßgeblichen Beitrag liefert der Unterricht für die Persönlichkeitsentwicklung der Heranwachsenden
      • in der Herausbildung von Wertvorstellungen
      • in der Erweiterung des eigenen Weltbildes
      • in der Findung eigener Positionen bei der Auseinandersetzung mit anderen Weltbildern und Lebensentwürfen
      • in der Ausbildung der eigenen Kritikfähigkeit
      • in der Schulung der sozialen Kompetenz in den für diese Fächer typischen Formen des offenen Unterrichts.


    Beitrag der Fachschaften Bildende Kunst, Musik und Sport zur innerschulischen Leitbilddiskussion

    Die Fächer Bildende Kunst, Musik und Sport können in vieler Hinsicht gleiche Ziele haben:

    • Die Entwicklung der Persönlichkeit, das Erkunden, Ausprobieren und Ausdrücken individueller Neigungen ist den drei Fächern wichtig.
    • Praktische Tätigkeit aufgrund von handlungsorientiertem Unterricht erhält einen breiten Raum und die Unterrichtsformen der Fächer ermöglichen ein breites Spektrum der Teamerfahrung. Dabei wird das Sozialverhalten gefördert.
    • Bildende Kunst, Musik und Sport wirken in zahlreichen Projekten auf vielfältige Art und Weise in das Schulleben hinein und repräsentieren die Schule insbesondere nach außen.
    • Zudem fördern besonders die Fächer Bildende Kunst und Musik erlebnisorientierten Unterricht mit ästhetischen Inhalten sowie grundlegende Techniken im Umgang mit ästhetischen Inhalten und deren kritische Bewertung.


    Beitrag der FachschaftenBiologie, Chemie, Mathematik und Physik zur innerschulischen Leitbilddiskussion

    Schule ist oft der einzige Ort und die Schulzeit die einzige Zeit, in der Grundlagen für eine mathematisch-naturwissenschaftliche Weltsicht gelegt werden.

    Wir streben Folgendes an:

    • Wir wollen für mathematisch-technische Zusammenhänge in unserem Lebensumfeld Interesse wecken, Grundwissen vermitteln und Verständnis erreichen. Dabei sollen die Schüler zu verantwortlichem Handeln, kritischem Beurteilen und einer gesunden Lebensweise fähig werden. Die Komplexität unserer Welt aus naturwissenschaftlicher Sicht und die Konsequenzen aus dem eigenen Handeln sollen erkannt werden, aber auch die Chance, unsere Umwelt lebenswert zu gestalten.
    • Die Schüler sollen mathematisch-naturwissenschaftliche Methoden erlernen und fähig werden, selbständig und in der Gruppe zu arbeiten, um so auf wissenschaftliches Arbeiten vorbereitet zu werden. Beim praktischen Experimentieren sollen Beobachten, Darstellen, Erkennen von Zusammenhängen und Bewerten vermittelt werden. Logisches Denken und Abstraktionsvermögen sollen ausgebildet werden.
    • Wir wollen, dass die Studierfähigkeit für die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer in vollem Umfang erworben wird.


    Beitrag der Fachschaft Ethik/Philosophie zur innerschulischen Leitbilddiskussion

    • Der Ethikunterricht beschäftigt sich mit Moral und sieht seine Hauptaufgabe darin, Handlungen bzw. Handlungsnormen zu hinterfragen und zu begründen.
    • Im Zentrum des Ethikunterrichtes steht der Schüler selbst. Ausgehend von seiner Lebenswelt sollen Fragen der Moral und der Philosophie argumentativ und wissenschaftlich beleuchtet werden.
    • Hierzu beschäftigt sich der Ethikunterricht mit der Literatur philosphiegeschichtlicher Positionen und zeigt ethisch-philosophische Lösungsmöglichkeiten gegenwärtiger und zukünftiger Herausforderungen auf.
    • Er fördert die Standortbestimmung des Schülers im Vergleich mit unterschiedlichen weltanschaulichen Wertvorstellungen.
    • Der Schüler lernt aus beschreibend neutralem Blickwinkel den ethisch-moralischen Kern der Weltreligionen kennen und vergleichen.
    • Der Ethikunterricht leitet an zu Offenheit und Selbstreflexion, stärkt die sittliche Autonomie der Schüler und fördert die moralische Argumentations- und Urteilsfähigkeit
    • und befähigt sie zu bewusstem sittlichen Handeln.
    • Vom Selbstverständnis des Faches her ergeben sich eine Fülle von Anknüpfungspunkten zu Stoffen und Problemstellungen anderer Schulfächer.


    Beitrag der Fachschaft Religion zur innerschulischen Leitbilddiskussion

    Die Fächer Evangelische und Katholische Religionslehre möchten im Kanon der Fächer besonders dazu beitragen,

    1. den ganzen Menschen zu sehen und anzunehmen - mit seinen Fähigkeiten, seinen Freuden und Hoffnungen, mit seinen Grenzen, seinen Gefährdungen, seinen Ängsten und Nöten,
    2. die spirituelle Dimension des Menschen wahrzunehmen und ihr Erleben zu fördern,
    3. Raum zu geben für Stille und Besinnung, für Gebet und Gottesdienst,
    4. den Mitmenschen als den Nächsten wahrzunehmen und die Welt auch von ihm her anzuschauen,
    5. Werte zu erkennen und zu bejahen, die über ein bloßes Leistungs- und Nützlichkeitsdenken hinausweisen,
    6. die Sprachfähigkeit über Fragen nach dem Lebenssinn, nach dem Menschsein, nach Gott, Spiritualität, Religiosität und Religion zu fördern und den sinnvollen Austausch über diese Fragen zu ermöglichen,
    7. die Welt zu sehen als eine, die entscheidend auch durch Religion und Religionen geprägt ist,
    8. den Beitrag des Christentums zur Kultur zu kennen und zu verstehen und den Dialog verschiedener Kulturen zu fördern,
    9. Wissen und Glauben in ein sachgemäßes Verhältnis zueinander zu bringen,
    10. die christliche Botschaft fruchtbringend für unser persönliches und gesellschaftliches Leben im Hier und Jetzt einzubringen; sie kann uns helfen z.B. bei der Suche nach
      Orientierung und Lebensbewältigung, nach Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.